Manchmal trügen Ahnungen, weil der Mensch ja eine Neigung zum Suchen einer Kausalität hat. So fällt's mir auch nur auf, und ich lasse es dahingestellt sein, ob es ein zeitlicher oder ein kausaler Zusammenhang war. Es war nicht der erste solche Zusammenhang, der mir aufgefallen ist, aber auch zwei oder mehrere solcher Zusammentreffen von Interaktion und Folgehandlung lassen keinen Schluss zu. Anyway, it's only a plot, not a story.
ronjavondermattisburg - 12. Apr, 15:22
Versprechen, die man sich selbst oder jemand Höherem gibt, die halten anscheinend, wenn man ehrlich mit sich ist. Ich wollte hingehen, schon seit Tagen wusste ich das. Dass ich dann aber genau an diesen Ort ging, das war die innere Stimme.
Ich fühlte mich so zu Hause. Ich fühlte mich so zurückgekehrt. Ich fühlte, dass ich zum richtigen Zeitpunkt wiedergekommen war. "Jedes Große im Leben kommt aus einer Krise heraus."
Meine Saiten schwingen. Ich habe wieder Vertrauen.
Und dann der Männerchor! Was ist es nur, das Männerchöre so speziell macht? Ein Lied war auch dabei, das stark auf der Kitschseite dahinfloss. Aber alles andere war traumhaft schön berühren, erfassend, mitnehmend. "Wie groß bist du!" Seltsam, dass der Mensch so gemacht ist, dass er die größten schönen Gefühle nicht ohne Tränen aushält. Soll uns das an die Nähe von Trauer und Glück erinnern?
ronjavondermattisburg - 11. Apr, 12:58
Sometimes I wish I were a slut.
ronjavondermattisburg - 10. Apr, 19:34
Man sieht, was man weiß. Oder was man sehen will. Gar nicht so banale Binsenweisheit.
Vor ein paar Tagen - eine Programmvorschau im WDR für "plasberg persönlich". (Ich gestehe, ich verehre Hrn. Plasberg ein wenig.) Das Thema "Rollentausch - mein zweites Leben". Geht ganz knapp an meinem Thema vorbei. Dann seine Moderation: "Wer kann ich noch sein?". Tja, wenn das nicht passt, dann weiß ich auch nicht.
Vielleicht bekomme ich gerade die Chance, noch einmal da anzusetzen, wo ich mit 16 war, als ich anfing, ins Leben hineinzuwachsen und ich zu sein. Als man anfing, mich aus den richtigen Gründen zu sehen. Bevor ich aus einer Fülle von Gründen, die einzeln nichtig und in ihrer Summe vernichtend waren, eine Talfahrt einerseits und eine Aufrechterhaltung andererseits begann. Bloß dass ich diesmal die "Weisheit" von vielen Jahren dazu habe, und dass ich das Selbstbewusstsein des Dreiers an der Zehnerstelle habe.
"I wish that I knew what I know now when I was younger..." (The Faces)
Jetzt aber nach vor schauen!
"Smile like you mean it and let yourself let go."
(Mika)
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ronjavondermattisburg - 6. Apr, 19:47
In an odd twist... ah, nein, es ist bloß ein eigenartiges Detail in meiner Geschichte. Es Schicksal zu nennen wäre melodramatisch. Und es ist wohl tatsächlich nur Zufall, dass ich ein Jahr danach wieder zum Flughafen unterwegs war. Diesmal, um eine Freundin zum Abflug zu begleiten. Ein Jahr danach - oder ein Jahr minus einen Tag, je nach Sichtweise. Die Augen gingen mir erst auf der Rückfahrt auf, nach Frühstück auf Barhockern, Abschied am Sicherheitscheck und Herumstreunen und Lesen im Presseladen.
Es lag ohnehin ein seltsamer Vorhang über meiner Existenz. Dann in der S-Bahn ohne meine Freundin, war die Pause meiner dahinmahlenden Daseinsveränderung vorbei. Netterweise schien die Sonne immer wieder zwischen Wolken hervor - auch wie vor einem Jahr - und ich konnte mich in einer hermetisch versiegelten Blase wähnen, in der meine Sitznachbarn nicht existierten und meine Gedanken nicht gut sichtbar in der Luft hingen.
Daglfing. Weil sie zufällig vor meinem Auge zu stehen kam, nahm ich die Werbetafel am Bahnhof war. Jemand - ein Kaufmann? hab's vergessen - bot seine Dienstleistungen an. Er hieß Kuschel. Was für ein schöner Name! Daneben eine Ärztin namens Liebig. Auch nett! Ich will jetzt nicht mehr nur das sein, was mein Name aussagt. Es ist zwar ein schöner Name, und schon öfters hat man mir gesagt, ich sei das, was er heiße. Doch als alleinige Lebensaufgabe oder Funktion ist das etwas dürftig. Man kommt dabei selbst recht wenig zum Zug. Seine eigene Vision kann man nicht verwirklichen.
Obwohl's Zufall war, dass meine Freundin genau heute auf Urlaub geflogen ist, fand ich die Symbolik gut. Ich fuhr vom Flughafen zurück und kann nun weitergehen. Die Zeit zwischen den Fahrten ist vorbei. Ich werde ewig dankbar sein, aber sie ist vorbei. Ich werde auch ewig eine Glut im Herzen haben, aber die Zeit ist vorbei. Viktor Frankl hat so tröstlich gesagt: "Im Vergangensein ist nichts unwiederbringlich verloren, vielmehr alles unverlierbar geborgen."
Ich bin eine Sehende; und man sieht bekanntlich nicht nur mit den Augen. "Es ist, was es ist" - sagt Erich Fried in seinem Gedicht. Doch nicht nur die Liebe sagt das, immer wieder sollte man sich selbst diese Sichtweise erlauben. Sie ist der einzige Weg, weiterzugehen.
So lange habe ich nach etwas gesucht. Gefunden habe ich gerade das nie. Zuletzt sah es nach einem sonnigen Tag aus. Doch wenn sie scheint, die Sonne, und um neun Uhr früh Wolken aufziehen, die bis Sonnenuntergang nicht vergehen, dann war es wohl doch ein bewölkter Tag. Daran ändert auch die Frage "Warum war es ein bewölkter Tag?" nichts.
"A little bit of heaven
But a little bit of hell"
(Mika)
ronjavondermattisburg - 27. Mär, 12:52
Sometimes you're talking about something, and you're really talking about something else, too. Was I really talking about work? Was I manipulating my own perception of literal and metaphoric levels? And if there was a metaphoric meaning, wasn't I being absolutely mean?
I know what it means: I am stopping analyzing!!!
ronjavondermattisburg - 25. Mär, 23:04
Weder für Inhalt noch für irgendetwas sonst an diesem Text bin ich verantwortlich. Ich distanziere mich ausdrücklich davon. Was ich allerdings tun muss, ist das kleine Juwel sprachlichen Unglücks einzustellen. (Und er erhebt sich die Frage: Fällt echt jemand auf so etwas rein?)
DRINGEND!
Hallo Freund,
Ich vermute, dass diese E-Mail ein überraschend für Sie sein wird, aber es ist wahr.Ich bin ein "verify-Routinen in meiner Bank (Standard Bank of South Africa), wo ich arbeite, gestoben in einem Konto, das nicht den Anspruch erhebt getroffen worden zu sein ist, wem Ehre derzeit $ 8.500.000 (acht millionenfunfhundert US-Dollar).
Dieses Konto gehurt Herr Manfred Becker, der einKunde in unserer Bank, der leider verstorben war. Herr Becker war eingeburtiger Deutsch.
So ist es möglich für mich, dass das Geld Verwendung von $ 8,500,000 erhöhte ich die Kooperation mit einer ausländischen Partner wie Sie markieren, kann ich als Verwandter und Erbe des verstorbenen Herrn Becker vorstellen, so dass wir das Geld inanspruch nehmen kann.
Für die Anhänger erhalten Sie 30% des gesamten Immobilien-und die restlichen 70% stimme ich mit meinen beiden Kollegen, unterstutzen.Wenn mich in diesem Geschäft auch mirmit Sie interessiert sind, können Sie mich per E-Mail, damit ich Ihnen weitere Informationen senden können sein. Bitte senden Sie Ihre Antwort auf diese E-Mail: karaboma@aim.com.
Mit freundlichen Grüßen,
Herr.Karabo Mamello.
lol
ronjavondermattisburg - 17. Mär, 12:10
Exakt vor 18 Jahren fand die Dernière meines ersten Musicals statt. Ist es seltsam, dass sich Daten so in mich einprägen? Ich weiß ja sogar noch immer das Autokennzeichen von ist-ja-jetzt-egal, obwohl es mit heutigem Wissen sein kann, dass B und K mich auch da nur veräppelt hatten. K: "Du, rate mal, wen wir im Bus gesehen haben!" Ich: "??" B: "Ihn!!!" Ich war ja so seltsam drauf, dass ich sogar davon erglühte. Jahre später die Information, casually dropped: "Du, das war nur erfunden. Du warst so süß drauf, man konnte dich so toll auf den Arm nehmen." Schön, wenn ich's auch gewusst hätte, und wenn ich gewusst hätte, wie meine besten Freundinnen drauf gewesen waren. Ja, heute ist mir auch klar, dass meine Anhimmelaktion schon beinahe an Selbstaufgabe grenzte. Aber ich bin halt eine Elefantin (sic!), und als solche hab ich es noch immer registriert, was sie getan hatten. Das war vielleicht meinem Ansinnen, endlich Mitgliedschaft in der Sekte der wir-schonen-uns-nicht-Jünger aufgenommen zu werden, abträglich. Macht nichts, jede Gruppe braucht eine, die irgendwie moralisch ein bisschen weniger antastbar ist, auch wenn sie's nicht weiß und nicht immer will.
Wo war ich? Ganz oder gar nicht. Solche seltsamen Aktionen haben mich vielleicht vorsichtiger gemacht, aber im Grunde gilt, was immer galt: Wer mich hat, der hat mich. Da muss schon etwas Erschütterndes passieren, dass ich meine Meinung ändere, meine Zuneigung aufgebe; etwas, das mir zeigt, dass es sich eigentlich um eine andere Person handelt. Wie bei Katzen: Wer sie unsanft anlangt, der wird gekrallt und angefaucht. Oder sie verzieht sich einfach. Ja, bei näherer Betrachtung wohl die häufigere Variante.
März 1992. So viel an all dem war grandios. Die Premiere hatte an meinem Geburtstag stattgefunden. Danach war ich Tag um Tag wieder in den Saal eingetanzt, zwei Stunden lang in den Traum eingetaucht, unberührt von Fenstern, die von oben bis unten von Atemfeuchtigkeit von 200 Menschen angelaufen waren. Schon das ganze Semester davor war fantastisch gewesen. Schulalltag? Pah! Ein paar lästige Aufsätze - how ironic -, aber sonst? Bio ging nicht ohne Lernen (Jahre später dann mein Unverständnis: Wie konnte man nur Bio als Abschlussfach wählen? Der Lernquotient im Vergleich mit meiner Wahl Mathe war ja, ich weiß nicht, sechsstellig). Geschichte brachte mich an meine Grenzen - man kann sich nur eine sehr begrenzte Anzahl von Daten aus den Fingern saugen. Aber der Rest wurde als Alltag genossen, damit dann der Nachmittag im Musiksaal erlebt werden durfte.
Das Programmheftsignieren - welch schöne Tradition! Während ich schon high vom Make-up-Duft und von Räucherstäbchen war, lief ich wie die anderen herum, um hier und dort und da Sprüche für mein Heft zu sammeln. "...total aufgeblüht...", "...offenes Ohr...", "...Schminkversuchskaninchen...", "...tolle Frisur..." Äh, ja, ähem. Ohne tägliches Toupieren und ohne Sprayorgien wär's mir schon lieber gewesen, äh.
Einsingen: Su-sa-ha-ha-naaaa. Co-ri-hi-hi-naaaa. Blumen blühen blau, Blumen blühen blau, und noch einmal nach unten... Auf meinen Schwarm übte ich am Höhepunkt seiner Nervosität mit meiner Unverrückbarkeit eine sedative Wirkung aus - wahrscheinlich war's auch das Gefühl, dass die Anzahl seiner Fans zumindest intern größer gleich eins war. Na ja, obwohl, jede Sorge war da unbegründet. Er wirkte auf mich hingegen höchst pulsfördernd, wie er da immer mit Denimgilet auf nacktem Oberkörper rumstand. Ach, damals war mir das noch nicht klar, dass so jemand eine absolute Seltenheit war, der so toll und so unmacho war. Heute denke ich, unmacho ist rar, denn unter der unvermutetsten Oberfläche kann eine Machobahn sein.
Wo war ich? Ach ja, die Dernierenfeier. Ich hatte, schön traditionell, meine Nase über dem Waschbecken ausbluten lassen. ("Wo ist Ronja?" - "Nasenbluten.") Make-up-Ränder zierten mein Gesicht, die Haare klebten noch vom Spray, und es ging auf ins Getümmel. Herrlich. In einem Klassenzimmer wurde gesungen - unser selbst noch nicht lange aus der Pubertät herausgekommene Regisseur sang ein Liebeslied für seine Gitarre - wenn ich so zurückdenke, kann ich nicht sagen, ob er beschwipst war oder nicht, denn er war immer so überschwenglich. "Morgn, jo, morgn, faung i a neichs Lebn an, und waun ned morgn, dann übermorgn, oba gaunz sicher irgendwaun..." Und ich? Fühlte mich zu Hause.
Eine aufgegangene Blume kann wieder für ein Weilchen zugehen, wenn Sonne und Dünger fehlen, aber sie weiß unter Umständen, wie sie wieder blühen kann. Wanderpflanze (weg aus dem Dauerregen!). Richtige Nachbarschaft (Giftpflanzen sind es nicht!). Warme Lichtanteile.
ronjavondermattisburg - 14. Mär, 19:21
Haha! Hahaha! The Grasshopper Experiment. Hahahahaha!
Und außer der Tatsache, dass es unglaublich komisch ist: Die sind auch unglaublich attraktiv. Hollywood miracle? Nerdy in an attractive way? Attractive in a nerdy way? Or just me?
Jim Parsons ist spindeldürr und soooo nett. Und außerdem von einer berückenden mimischen Ähnlichkeit mit, na ja, egal. Die Anziehungskraft dieses Menschen glaubte ich ja schon seit Jahren hinter mir. Die haarscharf gleiche Art, seinen Mund beim Sprechen zu bewegen, ist aber schon ein wenig unheimlich.
Und dann noch
Kunal Nayyar alias Raj, wo ich doch sowieso eine Schwäche für indische Männer habe! Hehe!
Aber ich schau ja, weil's so unglaublich lustig ist!
ronjavondermattisburg - 13. Mär, 11:21