Wie wundervoll, einer Arbeit nachzugehen, die man nach eigenem Empfinden gut macht und für die man positive Rückmeldungen bekommt! Vier Jahre lang hatte ich das genaue Gegenteil dessen erlebt, danach ein Jahr lang ein gewisses Vakuum. Schön jetzt. Das.
Heute hatte ich trotz des Reizüberflutungspotentials an einem Samstag, den alle Welt für den Großeinkauf nutzt, immer alles fest im Griff, war immer eins mit mir und nie ein Marionettenkopf, an dem die Schnüre des Puppenspielers ziehen. Kasse hat auch bloß um einen Cent nicht gestimmt.
Meine ganze Schicht war innerlich-akustisch begleitet - noch immer von Ohrwürmern aus dem jüngsten Konzert. Nachdem ich mit "Hurra!" aufgewacht war, kamen viele andere auch wieder dran: "Herz Boom Boom", "Lass uns ein Wunder sein", gegen Ende sogar "Keine Lust". Hehe. Auch auf der Heimfahrt war ich so gut gelaunt und dachte mir beim Rausschauen in die schwarze Münchner Nacht, dass es ja einfach nur dieser eine Tag sei und dass ich ihm nicht die ganze Last einer Extrapolation auf mein kommendes Leben geben müsse. Biss genüsslich in mein Eiersandwich und las mich durch das Duden-Buch.
Zuhause stieg es dann stetig an, dieses Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmte. Etwas fehlte. Ich hatte etwas übersehen. Etwas nicht bedacht. Etwas war falsch, oder?
Dann auf einmal der Gedanke: Ich darf auch einmal glücklich sein. Einfach so. Ohne dickes Ende. Warmes Gefühl flutet den Bauch.
ronjavondermattisburg - 20. Feb, 00:39
Wenn die Seele strampelt, schreit der Körper wie ein Kleinkind.
ronjavondermattisburg - 15. Feb, 22:45
Goosebumps and laughter.
Youtube führt die Ohrwürmer und Assoziationen im Kopf elegant zu genau dem Lied, das man eigentlich braucht, weil es das eigene Innere irgendwie trifft. Auch wenn man innerlich nicht zu absoluten Aussagen fähig ist, weil der Bauch irgendwo da unten auf Tauchstation ist. Ich bin jetzt unabhängig. Schön. Der Kopf - oder wer immer es auch ist - bemerkt noch dies oder das, aber es berührt nicht mehr so. Ich beabsichtige nichts. Ich sehne mich nicht. Bin ab und an ein bisschen zu giggly für meinen Geschmack.
EAV - "Einmal möchte ich ein Böser sein" - und STS - "Fürstenfeld" - lassen mich bei Freddie landen. Er hat schon immer in seiner Exaltiertheit die Intensität ausgedrückt, mit der ich wahrnehme und mich sehne.
You're headed for disaster
cos you never read the signs
No, there's no making sense of it
every way I go I have to lose
It'll drain the power that's in you
make you bleed and scream and crawl
And the pain will make you crazy
You're the victim of your crime
Too much love will kill you
every time
ronjavondermattisburg - 8. Feb, 00:18
Erstes Mail, das mich einfach nur deprimiert. Es hat welche gegeben, die mich verletzt haben, die meine Hoffnungen enttäuscht haben, die mich traurig gemacht haben. (Und viele, die mich singen ließen.) Aber dieses deprimiert mich. Immerhin bin ich mir durch die intellektuellen Diskussionen über Sprech-, Sprach-, Übersetzungs- und andere Theorien bewusst, dass man immer alles als irgendwie relevant sieht, auch wenn's das nicht ist. Schwacher Trost. Ich denke nur: Schreibt genau, was ich unterbewusst gedacht hatte. Aslo, nee, spricht das Thema an. Warum hatte ich diese Bilder, dieses Thema gewählt? Na ja, irgendwann gehen einem die Ideen aus, und von der einen kleinen Idee zur nächsten war es nur ein winziger Schritt. Trotzdem: nee, der war es nicht. Und shit, dass du mich so darauf hinweisen musst! Ob du es nun beabsichtigt hast oder nicht. True, der Schmäh mit der Nummer, unter der Rosenkohl bei uns im Laden läuft, der lief zwischen ihm und mir. Aber sonst kommen meine Inspirationen - freely - von anderswo her. Shit. Es ist so deprimierend, weil ich mit ca. 98% meiner Existenz weiß, dass es bescheuert ist, weil ich außerdem weiß, dass ich gegen mein Wissen handle, und weil ich mich schlecht fühle. Schlecht, schlecht, schlecht. Kummernummer-schlecht. (Zu schlecht à la "Die T geht in Karenz, die S ist jetzt auch... Dassde mir ja nich auf dumme Jedanken kommst, Ronja! lache ich ungerührt.) Bevor Schlecht und Schlecht sich paaren und ein Schlechtbaby machen, lege ich mich in die Wanne und weiche mich ein, bis ich mich reif für das Öl fühle, das A mir heute geschenkt hat.
ronjavondermattisburg - 1. Feb, 20:58
Leer. So ruhig und unaufgeregt. Doch als ich umblätterte und im Bahnmagazin das Foto eines Schweines sah, kamen mir die Tränen. Leer. Müde. Ausgelaugt. Wenn man verschmilzt, bleibt man am Ende vielleicht leer zurück. Auch wenn's nur Verschmelzung mit Musik ist.
Ach, Ideale. So unerreichbar. Warum so begehrt? Ich sehe alles und kann doch nichts daraus schließen. Sei geduldig oder vergib mir - ich habe noch keine Ahnung, welches von beiden. Unbegehren. Doch wie? We are not what you think we are.
ronjavondermattisburg - 24. Jan, 22:44
In der Pause traf ich meine Bekannte und meine Studienkollegin. Sie drückten ihre Begeisterung aus. Dann sah ich auch meine Arbeitskollegin. Sie kam zu mir und strahlte übers ganze Gesicht - wie immer. (Da ist so eine Verbindung, ich weiß nicht.) Und sie sagte das Schönste überhaupt. Und das Schönste kommt oft unscheinbar gekleidet: "Da bist du gut aufgehoben."
ronjavondermattisburg - 24. Jan, 01:48
Once again, the upside of exhaustion: feelings are dulled, also the negative ones.
I keep coming back to this, though: Where's the longing? Isn't there supposed to be some?
And: I keep thinking, I've lost. There never was a race or a competition. Still. And still yet, I refuse. Blind imbecility? Foolish denial of reality? Hmm. Maybe just incapability. Or comfortable fall into warm, stale patterns. Nothing as comforting as same old, same old. Bah!
What if you feel: actually I don't want the person supposed to mean most to me in life to be at that event? I haven't got that hang of this thing called life. Ha - ha - ha - ha - ha!
ronjavondermattisburg - 18. Jan, 00:42
Es muss etwas Tolles am Schmerz sein. Warum sonst würde ich das tun?
Ich möchte vom Drahtseil herabseh'n auf diese Welt.
Ich möchte aufs Eis gehen und selbst seh'n, wie lang's mich hält.
ronjavondermattisburg - 7. Jan, 19:02
In places unexpected, beauty blossoms best because unattended to. Through a spot in my chest that had been shot by a bullet long expected emerged: my voice. In a place that had ached with pain I felt my voice.
Tonight I was a ten - first time in my life.
ronjavondermattisburg - 3. Jan, 23:45