Mittwoch, 6. Oktober 2010

Water

Ambivalent day. Felt the necessity of a real goal in life confirmed, though. Aaah! Mentally stretching my back. Back in the game, kind of. In more than one respect. Realized the truth in "You can only tackle one problem at a time." Now's not the time for the cardinal problem. Maybe time will do her part. Disillusion may have been necessary for me.

Walking the aisles of a Staples-eske store, I become aware of the music as I consider bulk-bying ring binders. Hah, I know that song! Can't recall the singer or band, but it reminds me of Blue. "She's loving him still after all this time." Always loved the peaceful and trusting character of this song. Makes me want to lie down on my couch and swim in the sea of notes.

Freitag, 1. Oktober 2010

Hurt

Where's the difference between intimacy and being patronized?

Freitag, 17. September 2010

Freeeedoooom, freeeedooom, freeeedooom is what I'm looking for!

Das ganze Leben lang sich nicht einzugestehen, dass man zornig sein darf, ist ungesund. Irgendwann kommt es raus. Das Blöde daran: Mir sind die Hände zum Teil gebunden. Selbst wenn meine Tatkraft sich noch länger hält und mein Bedürfnis aufrecht bleibt, denen von meinen bislang unterdrückten Gefühlen zu berichten, die es betrifft, so steht mir doch die Zeit etwas im Weg. Außerdem können diejenigen noch immer die Ohren zuhalten.

Alles hat mehr als eine Seite. Andere haben auch Probleme. Issues, wie man so schön auf Englisch sagt. Aber es ist deren Angelegenheit, sich darüber auszusprechen.

Wenn man bemerkt, dass man gegen den Glauben, die Unterstützung, die Meinung derer handelt, die einem am wichtigsten sind und einen mit am längsten kennen, dann ist das ein harter Brocken.

Andererseits: Ich hab mich schon lange nicht mehr aus den richtigen Gründen lebendig gefühlt.

Und: Sorry. Man sagt ja, "Don't act out your anger, act upon your anger." Aber weil mir zweiteres nur eingeschränkt möglich ist, wird ersteres ein bisschen stattfinden. Watch out.

Und: immerhin. In mancher Hinsicht ist es besser, darüber zu schlafen. Bin meinem Instinkt nicht gefolgt, aber das heißt nicht, dass er nicht einmal zu einem passenderen Zeitpunkt zurückkommen wird.

Donnerstag, 9. September 2010

Diaphragm

Wenn ich an meinen Körper denke und wie der Arme schuften musste, weil er all meine Ängste und Sorgen aushalten musste neben den Krankheiten, die er ohnehin von außen erhielt, dann scheint mir ein Teil als der am allermeisten vernachlässigte: das Zwerchfell.

Denkpause.

Ich weiß, was es heißt.

Es passt für mich zusammen. Innerlich passt es für mich immer zusammen: Ich habe mich heute gefragt, warum ich in einem Land lebe, deren Tracht ich zunehmend ablehne. Gut, nicht bloß die Tracht, sondern den Umgang mit der Tracht. Es ist mehr als nur das Unwohlsein im Dirndl mit ca. acht Jahren. Es ist mehr als nur die ich-schmeiß-mein-Hirn-jetzt-auf-den-Müll-gleich-morgen-früh-dann-hat-die-liebe-Seele-Ruh-Mentalität der Beinahekomatrinker. Obwohl das schon eine ziemlich potente Kombination ist, die man nicht so leicht vergisst. Allerdings können auch Menschen in Zivil so viel saufen, dass sie fast nicht mehr menschlich sind. Nachdem ich einmal einen, der mir sehr nahe steht, so entstellt und quasi freiwillig körperlich behindert sah, bin ich endgültig traumatisiert, was Zeltfeste betrifft. Ich geh dort nur noch mit Menschen hin, die maximal ein Bier trinken, wenn überhaupt.

Aber nein, es hat nicht nur mit der falschen Gemütlichkeit zu tun, die doch nur die allerseichteste Oberflächlichkeit ist, die denkbar. Es ist das Zurschautragen der vermeintlichen Identität, die nur zu bestimmten kommerziellen Anlässen ausgegraben wird, die mich bedrückt, abstößt, irritiert.

Babababy

Manchmal spür ich es einfach, und ich weiß nicht, warum, woher, wieso. Diesmal hab ich gespürt, dass meine Nichte dunkelhaarig zur Welt kommt. Bevor sie da war, hab ich mich auf einmal dabei ertappt, dass ich sie vor meinem geistigen Auge mit schwarzer Mähne sah. Warum eigentlich? Ihr Bruder ist hellblond, beide Eltern sind hell bis mittel. Doch für mich war sie dunkel. Und nun? Sie hat ganz dunkle Haare. Und ein Glückskind ist sie auch noch gleich. Eine Geburt wie die ihre kommt in dem Krankenhaus, in dem sie sich entschloss, nicht mehr bis zum Kreißsaal zu warten, sondern gleich am Gang zur Welt zu kommen, alle 15 Jahre vor. Baby in der Fruchtblase. Glückskind.

Donnerstag, 26. August 2010

Wenn ich ganz allein auf dieser Bühne wär

Komme von einem sehr schönen Treffen zurück, über das ich mich gleich doppelt freue, weil es erstens sehr bereichernd und nett war und weil ich zweitens meine Initialhürde überwunden hatte, die mir suggeriert hatte, dass meine vier Wände doch viel beschaulicher und ruhiger und überhaupt besser wären. Ach. Und trotzdem ist da etwas, das mich trotz Müdigkeit und leeren Bauchs - aber was jetzt noch essen und dann mit schwerem Bauch schlafen? - hier sitzen lässt. Was ist es nur?

Wohl nicht die Tatsache, dass G. mich an Kai Schumann erinnert, massiv sogar, bloß quasi die sensible Version. Auch nicht die Tatsache, dass ich spüre, das könnte ein guter Freund werden. Auch nicht jene, dass da einige Leute dabei waren, die ich für äußerst interessant halte. Wohl auch nicht die Tatsache, dass wieder mal alles auf einmal in mir auf mich einstürzt - gerade Erlebtes, alte Erinnerungen, Grundsehnsüchte. Wenn ich dann noch als Soundtrack eine meiner Lieblingsbands auflege - darf man heute noch "auflegen" sagen? Ich schon! Ich sage ja auch noch "das Licht abdrehen" -, dann ist klar, dass ich morgen früh, wenn ich mich zeitig aus dem Bett quälen muss, denke, ich bin ja eh selbst schuld.

Es gibt so viele schöne Mottos. Aber eines gefällt mir besonders gut: You only live once. Aha, ist wohl auch der Grund, warum mir der Slogan vom Holmes Place so gut gefällt. One life. Live it well.

Gehört es zum Erwachsenerwerden dazu, dass man differenzierter sieht, immer mehr und immer weiter? Und dass man die Gelassenheit entwickelt, nicht jeder Differenzierung Gewicht zu geben, sondern auch mal sein zu lassen, etwas dazwischen zu akzeptieren? Gehört es dazu, Menschen zu erkennen, die einen auf irgendeine instinktive, vielleicht animalische Weise äußerst ansprechen, aber auf anderen Ebenen eine persönliche Katastrophe wären? Ich spreche jetzt gar nicht von der Frage, ob man einer Versuchung widerstehen kann, sondern, von der Voraussetzung des Singletums aus, ob man erkennt, dass "auf den ersten Blick" auch auf anderen Gründen basiert als auf tatsächlicher Zuneigung? Fühlt man sich manchmal genau zu seinem Verderben hingezogen, zu Menschen, die einem nicht gut tun? Nun denn, Fall seit mehreren Jahren hinter mir, gut isses.

Ich hab auch die Melodie geändert.

Montag, 23. August 2010

Ereignisraum

Was ich an diesem Wochenende gelernt habe...

Zigarettenrauch zieht auch im Freien nicht grundsätzlich ab. Er stinkt im Kontrast zur frischen Bergluft sogar noch mehr und kann schon mal zu Übelkeit gehobenen Grades führen.

Der Wunsch, nur ja nirgends an den gut gebrauchten Bettdecken und Leintüchern anzustreifen und die gesamte Körperoberfläche im Hüttenschlafsack zu behalten, wirkt möglicherweise auch im Schlaf und sorgt da für Untiefe. Andererseits waren es vielleicht tatsächlich andere Faktoren, wie Schnarchen, knarzende Holzdielen, Sauerstoffmangel, die mich nach gut vier Stunden Schlaf aufwachen ließen.

Der abgelegte Bewertungsautomatismus ist nicht immer ganz tot. Wenn man ein Kind sieht, das aussieht wie eine Miniversion eines coolen WU-Studenten und das spricht wie eine Tonbandaufnahme eines angeberischen Erwachsenen, dann denkt man erst mal: A-.... Ah, nein, nicht vorschnell urteilen!

Bewertung ist auch das Thema, wenn man neue Bekannte nicht nur erlebt, sondern auch die Sekundärliteratur zu ihnen erfährt. Mal passiert's, weil der Urheber gerne spricht. Mal, weil ich im Kampf der Offenheit mit dem Wissensdrang letzterem nachgebe und frage "Wer war jetzt das noch einmal?"

Menschen kennenzulernen entwickelt sich immer mehr zu einer von mir geliebten Beschäftigung.

Manchmal passieren Dinge, einfach nur, weil man ihnen Zeit gegeben hat. Manchmal tun andere Menschen jene Dinge, die man selbst als notwendig erkannt hat, die aber nicht im eigenen Machtbereich liegen.

Menschen überraschen. Der erste Blick auf einen der Festbesucher ließ mich denken "Oh, der gleiche Hinterkopf wie T! Diese Assoziationen!" Die weiteren Stunden brachten "Hmm, Kettenraucher", "Hmm, Dauer-SMS-Schreiber", "Hmm, nicht ganz so interessanter Gesprächspartner". Dem folgten ein paar Stunden vor dem Feuer, die er tippend und schweigend verbrachte. Andere bestritten die Hauptkonversation. Ich nahm wieder mal alles wahr, auch die unguten Zwischentöne. War gleichzeitig unruhig deswegen und gespannt, ob sich etwas in meinem Sinne tun würde, jemand mein noch unausgesprochenes Ansinnen anstoßen würde. Ich nahm dann einen Gesprächsfetzen zur Gelegenheit und wollte smalltalken. Plötzlich leuchteten seine Augen auf, wir waren mitten in einer Unterhaltung über Serien, und ich stellte fest, dass wir hier auf einer Wellenlänge waren. Hin und wieder nahm ich das (vielleicht doch nicht so?) Ungute im Hintergrund wahr. Meist sprangen wir von hier nach da und unterhielten uns leicht und doch mit tiefem Verständnis. Nach einiger Zeit fragte er: "Jetzt, wo wir so viel über Serien reden, muss ich dich doch was fragen: Was hältst du von Eiskalte Engel?" Päng! Päng! Päng! The sound of confirmation joining an impression. Ich antwortete: "Sehr toller Film!" Er: "Den hab ich bestimmt 30 Mal gesehen. Mein Lieblingsfilm." Man muss wohl nicht alles bei einem einzigen Menschen haben.

Das Leben ist zu komplex, um alle Möglichkeiten durchzuspielen. Es gibt immer noch die Möglichkeiten, die ich nicht bedenke, die ich vergesse. Das Verwirrendste dabei: die Metaebenen, auf denen andere bereits handeln mögen. Das Beständigste daran: Chaostheorie. Mein häufigster Fehler: nach meinen Wünschen zu denken.

Er ist noch immer in mir, der Kindheitsreflex. Man zeige mir Grisu (einen Pappmaché-Helm im Riesenformat, einen Bierkrug in Schnappsglasgröße...), und ich zerfließe augenblicklich.

Die schönste Begegnung kommt manchmal vierfüßig daher. Ich war leicht schräg gelaunt, ohne präzisen Grund (unpräzise eventuell: unverständliche Aufbruchshast, umgeworfenes Weltbild, eher fades Frühstück, Loch, wo vorher Enthusiasmus). Ich ging vorm Abmarsch noch einmal zur Toilette. Ich öffnete die Tür zum Vorraum, und da saß sie: die unglaublich süßeste Erscheinung, die es in jenem Moment nur geben konnte. Schwarz-weiß. Die Linie verlief mitten im Gesicht, verschaffte ihr eine marmorierte Nase. Den beinahe ganz schwarzen Körper trug sie auf weißen Pfotensöckchen. Und sie saß da einfach so für mich. Ich hockte mich neben sie. Streichelte ihren Kopf. Sprach mit ihr. Wollte schon gehen, wandte mich ihr noch einmal zu. Sie saß mir ihren Rücken zuwendend und quittierte meine Streichelmassagen mit Schnurren. Ihr unglaublich weiches Fell schlich sich in mein Bewusstsein. Ich verabschiedete mich von ihr und wusste es plötzlich. Und war nicht mehr dieselbe.

Durch den Matsch gehen, den der noch bis vor Kurzem über die Ufer getretene See hinterlassen hat, hat was. Ssssp! Ssssp! Ssssp!

Irgendwie und sowieso ist auf so vielen Ebenen wunderbar! Und die Titelmelodie öffnet ein Türchen in mir, das meist versperrt ist.

Donnerstag, 19. August 2010

I thought it mattered

Manchmal bleiben uns die Gründe verborgen, so sehr wir auch danach suchen.

Als wir wieder in mein Zuhause kamen, auf das ich mich gefreut hatte, um endlich wieder mal für ein paar Minuten keinen neuen Reizen ausgesetzt zu sein, war ich wie ein halb gefüllter Luftballon. Etwas Lebendigkeit strömte noch aus mir aus. Und als ich dann frisch geduscht, beinahe geschrubbt, im Bett lag, breitete sich stattdessen Traurigkeit aus. Ich lag in seinen Armen, er umarmte mich, drückte mich zärtlich, doch der Kummer wuchs und formte Tränen. Den Grund konnte ich nicht finden. Sie waren einfach da, und hätte ich sie gelassen, wäre ein Strom daraus geworden. Doch was hätte ich gesagt? Warum hätte ich geweint? Er fragte "Was ist?" in die Dunkelheit. "Die Nase ist zu." erklärte ich. Halbwahrheiten. Queen of.

Dienstag, 17. August 2010

Observation

Every generation of adults makes the same embarrassing jokes that make adolescents' toenails curl.

What makes it so difficult for people to get beyond their infantile or deeply disrespectful humor?

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